Gartenkurs im Schulgarten der Landw. Schule Liebegg

Es trafen sich 8 motivierte und interessierte Gärtnerinnen und Gärtner vor dem Tor des Schulgartens auf der Liebegg. Auch 2 „Weitgereiste“ von Oberönz waren darunter und ein „frischgebackenes“ Mitglied aus Gränichen. Das Wetter spielte mit und so konnten wir einer kurzen Einführung gleich im Garten lauschen. Regine Kern, die Kursleiterin und Leiterin des Schulgartens auf der Liebegg ging ganz auf die Wünsche der Teilnehmer ein: wie sät man Rüebli, warum bleiben meine Randen immer so klein, bei mir keimt der Spinat nicht, was kann ich im Schatten für Gemüse ziehen? Dies waren nur einige der brennenden Fragen.

Die Pause liessen wir sausen, wollten wir doch das gute Wetter nutzen und gleich praktisch üben.

Zuerst wurden die Beete mit Schnüren abgemessen und die Wegli  mit Schilfhäcksel aufgefüllt. Je nach Kulturen wird nun eine Grunddüngung in Form von Kompost, Hornspänen, Hornmehl oder auch Kalium und Magnesium eingearbeitet. Wie man das benötigte Werkzeug richtig in die Hand nimmt um effizient zu arbeiten wurde uns von Regine vorgeführt. Danach ging es an die Beeteinteilung: Regine hat dafür praktische Messlatten angefertigt. So kann mit den Schnüren die Beeteinteilung exakt gemacht werden. Es ist wichtig, dass Pflanz- und Reihenabstände eingehalten werden, damit sich die Kulturen optimal entwickeln können. Ein gegenseitiges Bedrängen oder offen liegender Boden fällt so weg und es gibt auch weniger zu jäten! Natürlich wird auf Mischkultur und Fruchtfolge geachtet.

Wie hoch, wie tief und in welchen Abständen die Setzlinge gepflanzt werden, zeigt uns Regine gleich auf dem vorbereiteten Beeten. Auch das Säen in Reihen, breitwürfige Saat einer Gründüngung, oder die Tellersaat für Bohnen wird uns demonstriert und gleich selber Hand angelegt.

Im Frühling werden nur Setzlinge angegossen, für die Saat reicht die Feuchtigkeit im Boden aus. Eine feine Mulchschicht mit Schilfhäcksel hilft die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Samen und Setzlinge werden so dazu erzogen tieferreichende und viele Wurzeln zu bilden. Das hilft ihnen, die heissen Sommermonate gut zu überstehen.

Erfahrungen und Tipps werden ausgetauscht und schnell wird es zu dunkel um noch weiter draussen zu arbeiten. Auch weht jetzt ein kühler Wind. Der Föhn ist zu Ende und wir ziehen uns ins geschützte Treibhaus zurück.

Hier dürfen wir noch 2 verschiedene Sorten Salatsetzlinge  und Saat-Kartoffeln einpacken.

Viel zu schnell ist der interessante und lehrreiche Abend vorbei.

Regine, wir kommen im nächsten Jahr wieder!

25.04.2019
Verfasser
Regula Hächler