, Rolf Peyer

Sommerschnittkurs im Gänstel

Wie erkennt man Mehltau, Lausarten oder die gefürchtete Gespinstmotte – und wie lassen sich Obstbaumschädlinge möglichst naturschonend bekämpfen? Beim spannenden Kurs mit dem erfahrenen Kursleiter Paul Widmer erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in Krankheiten und Schädlinge der Obstbäume. Neben praktischen Demonstrationen und aktuellen Empfehlungen von Agroscope standen auch die Sommerpflege junger Hochstammbäume und der rege Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Bei Snacks und Kuchen wurde bis in die Dämmerung gefachsimpelt – und alle gingen mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause.

Am Dienstagabend, 9. Juni begrüssten sich 8 Kursteilnehmende zum Sommerschnittkurs zuhinterst im Gänstel bei Brigitte Meier und Lorenz Usteri. Themen waren insbesondere Schädlinge, Krankheiten und deren Bekämpfung oder Massnahmen zur Vorbeugung der Schäden.

Unser bewährter Kursleiter, Herr Paul Widmer zeigte und erklärte uns an den aufgehängten Plakaten die wichtigsten Schädlinge und Krankheiten der Obstbäume. Mit Mehltau befallene Zweigspitzen und verschiedene Lausarten brachte er mit. So konnten wir mit den Lupen die Läuse unterscheiden. Schwierig zu bekämpfen ist die Gespinstmotte, die in ihrem weissen Gespinst gut geschützt ist.

Anhand der ausgedruckten Tabellen von Agroscope konkretisierte er vor allem die Daten des Schorfpilzes und des Apfelwicklers, wann sie überwacht und dann bekämpft werden sollten.

Interessant sind heute auch die naturschonenden Methoden wie Ablenkung, Verwirrungstaktik und die Bekämpfung mit Lockstoffen. Viel Wissenswertes konnte uns Paul Widmer erzählen, da er einiges selber getestet hatte.

Bei den jungen Hochstammbäumen, die wir im Winter ja am Schnittkurs formiert hatten, zeigte er, wie man im Sommer die Bäume pflegt. Er riss vor allem Wasserschosse weg, unterstützte durch Einkürzen bei Leitästen das Wachstum. Das Ausdünnen bei grossem Fruchtbehang zeigte er an einem mitgebrachten, grösseren Zweig voller Äpfel.

Den ganzen Abend konnten die Teilnehmer ihre Fragen stellen, die der Kursleiter alle ausführlich beantwortete. Auch bei Getränken, Snacks und Kuchen brachen die Gespräche zum Thema nicht ab, bis es dann doch zu dunkel wurde und wir mit neuen Erkenntnissen nach Hause fuhren.