Berichte

4. Gartenkurs am 3. September 2020: Heimliche Untermieter im Spätsommer

An diesem milden Spätsommer-Abend trafen sich 9 interessierte Personen im Schulgarten des Landwirtschaftlichen Zentrums auf der Liebegg. Auch wenn 2 Personen den Termin offenbar vergessen haben, wurde schon bald angeregt diskutiert.

Licht ins Dunkel brachten schon bald die anschaulichen Ausführungen von Kursleiterin Regine Kern, Leiterin des Schulgartens auf der Liebegg. Sie zeigte auf, dass sich die Schadbilder am besten in 3 Hauptgruppen einteilen lassen:

1. Schädlinge

2. Krankheiten

3. Klimatische Einflüsse (physiologische Schäden)

So bekommt man einen ersten Ueberblick, mit was man es eigentlich zu tun hat. Dies wurde an gezeigten Pflanzenteilen und in Alkohol eingelegten Faltern und Werren veranschaulicht. Mit einer Lupe entdeckten wir auch kleinste Spinnmilben oder ganze Blattlausfamilien.

Nachher zeigte uns Regine im grossen Gemüse- und Blumengarten auch die verschiedenen Krankheitsbilder und den Schädlingsbefall. Nicht immer ist ein Eingreifen nötig oder sinnvoll.


Brätelnachmittag

Die ganze Woche war eher wechselhaftes Wetter. Aber pünktlich zum Brätelnachmittag kündigte sich ein sonniger Sommertag an. Genau 20 Personen trafen sich denn am 18. Juli 2020 beim Pfendelhüsli zu einem gemütlichen Brätelnachmittag und -abend.

Alle genossen den Apéro rund um den Brunnen und die Gespräche und den Austausch. War es doch einige Zeit her, seit wir uns in einer gemütlichen Runde treffen konnten. Endlich war die Glut bereit und die Zeit gekommen um die mitgebrachten Köstlichkeiten auf den Grill zu legen.

Die etwas lockerer gestaltete Bestuhlung tat dem gemütlichen Essen keinen Abbruch und die mitgebrachten Kuchen und Guetzli mundeten wie immer. Ein herzliches Dankeschön an alle Bäckerinnen.

Der tolle Zusammenhalt zeigte sich einmal mehr beim gemeinsamen Aufräumen, bei dem alle tatkräftig anpackten.

Es war auch dieses Jahr ein schöner und gemütlicher Anlass im Pfendelhüsli.


Neophytenbekämpfung

Endlich war es soweit und die erste Veranstaltung nach der erzwungenen Corona-Pause konnte wieder stattfinden. Ein Regenschauer am frühen Morgen machte die Kleiderwahl für die Neophytenbekämpfung anspruchsvoll: Regenjacke, Gummistiefel oder doch lieber T-Shirt und Sonnenschutz? Am besten alles einpacken und situativ umziehen.

Die 37 Teilnehmenden, die sich um 9 Uhr beim Pfendelhüsli einfanden, stellen einen neuen Teilnahmerekord für den Neophytenbekämpfungstag dar. Erfreulich, dass neben den zahlreichen Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins und des Natur- und Vogelschutzvereins, der wiederum für die Organisation verantwortlich zeichnete, auch 3 Mitglieder des Gemeinderates von Gränichen und die Gärtnerin und der Gärtner des Bauamtes Gränichen aktiv teilnahmen.

Schwerpunkt dieses Jahr war die Bekämpfung des Berufkrauts, das sich auf dem Gemeindegebiet teilweise flächendeckend ausbreitet. Eine wirkungsvolle Bekämpfung bedingt das Ausreissen der Pflanze mitsamt der Wurzel. Die ausgerissenen Pflanzen müssen anschliessend verbrannt werden, ansonsten führen die Blüten eine Notreifung durch und versamen. Ein Standort muss während fünf Jahren konsequent bearbeitet werden um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Das zeigt sich an der Kräuterwiese im Refental, bei der das Berufkraut aktuell massiv zurückgedrängt werden konnte.

Aufgrund der zahlreichen Teilnehmenden konnten vier verschiedene Gruppen gebildet werden. Drei Gruppen begaben sich in den Wald in der Gegend um das Pfendelhüsli. Die vierte Gruppe begab sich in den Wald am Schürberg. Da es dort weniger zu tun gab als angenommen, widmete sich diese Gruppe am späteren Morgen einer Weide im Bienstel, wo sich ein ernüchterndes Bild zeigte. Während die Besitzer einer Wiese das Berufkraut konsequent bekämpfen, spriesst es auf der Nachbarwiese ungehindert und bringt damit immer neue Samen auf die bereinigte Weide. Eine Sisyphus-Arbeit.

Corona-gerecht wurde dieses Jahr auf Grilladen und Salatbuffett verzichtet und dafür feine Sandwiches zur Verpflegung angeboten. Nachdem der Morgen zwar kühl begonnen hatte, die Temperaturen gegen Mittag jedoch an der 30-Grad-Marke angekommen waren, waren alle Teilnehmenden froh um eine Pause am Schatten mit kühlen Getränken.

Knapp die Hälfte der Teilnehmenden führte die Arbeiten bis um 16 Uhr im Wald rund um das Pfendelhüsli weiter. Auch wenn eine grosse Mulde mit Berufkraut und Goldruten gefüllt werden konnten, gibt es noch viele dieser invasiven Pflanzen in unserem Wald, so dass weitere Anstrengungen notwendig sind und uns die Arbeit auch in den kommenden Jahren leider nicht ausgehen wird.

Zurück beim Pfendelhüsli konnten sich alle nochmals an Glace und Bier laben, bevor sie nach einem arbeitsintensiven Tag müde nach Hause aufbrachen.

Wir danken der Gemeinde Gränichen für die Unterstützung und das Mittagessen sowie dem Natur- und Vogelschutzverein Gränichen für die tadellose Organisation.

Weitere Informationen zu invasiven Neophyten finden sich auf der Webseite www.neophyt.ch von Erwin Jörg, Dr. rer. nat., dipl. Biologe svu-asep, Sursee.

Der Natur- und Vogelschutzverein Gränichen unterhält eine Karte über Fundorte von Neophyten auf dem Gemeindegebiet: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1LPLVGDCf7gICTJvJ0iSFqcMg9EI&ll=47.3530455465504%2C8.109750149999968&z=12.


Generalversammlung 2020

Am 11. März 2020 haben sich 35 Mitglieder des OGV Gränichen zur Generalversammlung getroffen. Wie immer hatte der Vorstand den eher langweiligen Vereinsraum innert kurzer Zeit zu einem gemütlichen Lokal umgestaltet. Insbesondere die Dekos von Hanni und Regula sind hier immer ein Hingucker. Diesmal waren es mit Blumen dekorierte Weinkisten.

Der Vorstand führte, wie gewohnt, abwechslungsreich und mit vielen Bildern durch das Programm. Insbesondere der Jahresrückblick 201/2020 wie auch das Jahresprogramm 2020/2021 stiessen auf reges Interesse. 

Dokumente:

Einladung

Protokoll 2019

Jahresprogramm

Weitere Informationen

Präsentation


Obstbaumschnitt bei Vereinsmitgliedern

15 Teilnehmende trafen sich am Samstagnachmittag zum Ersten Anlass im neuen Jahrzehnt, um Bäume bei Vereinsmitgliedern zu schneiden. Auch wenn das Wetter durchzogen war, so war es doch mild für Mitte Januar, und nachdem der Regen nach der Besammlung aufhörte, stand dem Einsatz nichts mehr im Wege. Viele neue Personen konnten von Rolf Peyer begrüsste werden.

Refental

Nach der Begrüssung gingen wir, aufgeteilt in zwei Gruppen an verschiedene Orte im Dorf. Einerseits an der Zilstrasse, aber auch in Hubers Baumgarten im Refental war viel zu tun. So waren wir doch bis 16:30 mit ganz unterschiedlichen Bäumen beschäftigt.


Winterschnittkurs

Knapp 20 Teilnehmende, teilweise weit hergereist, fanden sich am ersten Winterschnittkurs 2019/2020 an der Schürbergstrasse in Gränichen ein.

Bei Manuela Suter und Michael Rousavy sowie Dominik Stuber konnten Bäume verschiedensten Alters geschnitten werden.

Der Kursleiter Paul Widmer lies zuerst die vergangene Obstsaison Revue passieren. Nach der überreichen Ernte 2018 war der Ertrag dieses Jahr wie erwartet deutlich geringer ausgefallen. Kam dazu, dass die Blütezeit nicht optimal war. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Bäume viel Kraft hatten um die Fruchtanlagen für das nächste Jahr zu investieren.


EM-Kurs

Um 14:00 am Samstag, 9.11.2019 trafen sich 6 interessierte Mitglieder und 1 Mitglied des BGVUE bei Dora und Kurt Baumann am Herzbergweg 2 in Gränichen. Dank des trockenen aber kalten Wetters konnten wir zuerst einen kurzen Rundgang durch den schön angelegten Garten unternehmen. Schon bald wurde von Dora auch das Geheimnis um die umgekehrten Blumentöpfe in ihrem Garten gelüftet: „Direktkompostierung“. So gelangen die umgesetzten Nährstoffe direkt zu den Wurzeln der Pflanzen.

In der warmen Stube, welche auch als EM-Lädeli dient, ging‘s dann an die Theorie. Anschaulich mit schönen Bildern führte uns Dora in die Welt der effektiven Mikroorganismen ein. Bereitwillig ging sie auf alle Fragen ein.

Professor Higa aus Japan entwickelte die EM1 Lösung. Sie enthält 84 verschiedene Mikroorganismen: Photosynthesebakterien, Milchsäurebakterien und Hefepilze. Durch Zugabe von schwarzer Zuckerrohrmelasse werden diese zur gebrauchsfertigen EMa-Lösung fermentiert und aktiviert. Die 1:10 verdünnte EMa-Lösung kann eigentlich überall angewendet werden: Sei es um die Bodenmikroorganismen zu unterstützen, die Bäume zu stärken, den Weiher von Algen frei zu halten, Fäulnisbildung im Kompost zu vermeiden oder den Güllengeruch im Stall zu reduzieren, selbst für die Körperpflege sind die EM hilfreich und wirken unterstützend. Sie helfen mit ein Ungleichgewicht zwischen „bösen“ und „guten“ Mikroorganismen auszugleichen und die neutralen Mitläuferbakterien auf die gute Seite zu ziehen.

EM ist auch in fester Form erhältlich: als Keramikpulver oder Keramiksteinchen. So bleiben die EM länger im Boden und werden nicht so schnell ausgewaschen.

Bei Kaffee und Kuchen wurde eifrig weiterdiskutiert. Und um das Gehörte auch gleich anzuwenden, bekamen alle eine kleine Flasche mit EMa-Lösung mit auf den Weg.

Ganz am Schluss zeigte uns Dora noch auf Anfrage von Marion, wie man aus Küchen- und Gartenabfällen Bokashi ansetzt um daraus einen guten Dünger zu gewinnen.

Dora Baumann organsiert jede Woche einen EM-Höck bei sich zu Hause. Bereits seit 12 Jahren arbeitet sie und ihr Mann mit EM und fühlt sich seither rundum wohl.

Für alle, welche den heutigen Anlass verpasst haben und auch für alle, welche jetzt „gluschtig“ geworden sind, werden wir mit Dora Baumann im Frühling 2020 einen praktischen Kurs bei ihr im Garten anbieten. Freuen sie sich darauf!


Einmach- und Konservierungstechniken

22 Teilnehmerinnen und 2 Teilnehmer fanden sich im Hauswirtschaftstrakt der Schule Gränichen ein um wieder einmal die Schulbank zu drücken und mehr über alte und neue Konservierungstechniken zu lernen.

Claudia Gautschi, seit 26 Jahren als Hauswirtschaftslehrerin an der Schule Gränichen tätig, präsentierte uns auf abwechslungsreiche Art und Weise zahlreiche Möglichkeiten, wie Früchte und Gemüse haltbar gemacht und aufbewahrt werden können.

Konservierung bedeutet den lebensmittelzersetzenden Mikroorganismen die Lebensgrundlagen zu entziehen und die Vermehrung zu verhindern oder zumindest stark zu reduzieren. Dies kann durch Wasserentzug, Zerstörung durch Hitze, Herstellung eines sauren oder süssen Milieus oder Tiefkühlen erreicht werden.

Neben den bekannten Methoden wie zu Konfitüre einkochen, in Essig einlegen, Dörren oder Trocknen präsentierte die Kursleiterin aber auch überraschende Rezepte um Kartoffeln einzulegen, Randen-Chips herzustellen oder Beeren ganz einfach in kaltes Wasser zu legen. Über ein Dutzend verschiedene Konservierungstechniken wurden besprochen.

Zu jeder vorgestellten Technik gab es in den Kursunterlagen ein passendes Rezept und Claudia Gautschi präsentierte auch jeweils das selber hergestellte Ergebnis in Form von verschiedenartig eingelegtem Gemüse, Beeren oder Chutney.

Bei der abschliessenden Degustation konnten die Teilnehmenden ausgiebig die Köstlichkeiten geniessen und sich rege über eigene Erfahrungen austauschen.


Brätelnachmittag im Pfendelhüsli

Wie jedes Jahr im Juli fand unser Brätelnachmittag im Pfendelhüsli statt. Wunderschönem Wetter trafen sich rekordverdächtige 34 Mitglieder des OGV zum gemütlichen Bräteln, interessanten Gesprächen und kühlen Getränken. An diesem schönen und warmen Nachmittag bleiben wir bis zum Eindunkeln sitzen. Traditionsgemäss wurden viele Kuchen mitgebracht, so dass einem die Auswahl wirklich schwer viel. Vielen Dank an alle Kuchenbäckerinnen!